Jusos Niederbayern fordern Verjüngung der SPD

15. November 2018

Am vergangenen Sonntag trafen sich der Bezirksvorstand der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten Niederbayern in Straubing, um die Ergebnisse der vergangenen Landtagswahlen gemeinsam mit dem stellvertretenden Juso-Bundesvorsitzenden Sepp Parzinger zu analysieren und mögliche Konsequenzen zu diskutieren.

Bei der Landtagswahl in Bayern konnte die SPD kaum Stimmen junger Wählerinnen und Wähler gewinnen. Einer der Hauptgründe hierfür - so sind sich die Jusos sicher - ist die Überalterung von Wahllisten, welche keine jungen Kandidierenden auf den vorderen Plätzen enthalten. “Wenn jungen Menschen in der SPD keine politische Perspektive angeboten wird, dann leidet darunter natürlich auch das Bild der Partei in der Öffentlichkeit. Die gegenwärtige Fraktion, deren jüngste Mitglieder 44 Jahre alt sind, bildet die Hälfte unserer Gesellschaft, und insbesondere die Jugend in Bayern, demografisch nicht ab. Kein Wunder, dass so kaum Stimmen junger Menschen gewonnen werden konnten”, so Bezirksvorsitzende Luisa Haag. Dabei haben eine Vielzahl junger Menschen für den Landtag kandidiert, denen jedoch aussichtsreiche Plätze verwehrt wurden. Will die SPD für jüngere Wählerinnen und Wähler attraktiver werden, dann muss sie Partizipationskanäle für junge Leute schaffen und deren Interessen auch klar nach außen tragen. Durch sichere Listenplätze für junge Kandidierende, durch eine Verjüngung der Parteigremien und durch Schaffung inklusiverer Strukturen, beispielsweise von Mitgliederparteitagen auf unteren Organisationsebenen, sowie ein Ernstnehmen junger Menschen müssen nun als zukünftige Herausforderungen angegangen werden. Die Jusos sind der Ansicht, dass die Sozialdemokratie schon immer die Partei der Innovationen und Visionen gewesen sei. Deshalb müsse man jetzt gemeinsam laut sein und für die Interessen aller - besonders auch junger Menschen - innerhalb der Gesellschaft eintreten und kämpfen. “Wenn, wie Natascha Kohnen sagt, die Jungen das Gesicht der Partei werden sollen, dann müssen auch wirkliche Perspektiven für junge Menschen geschaffen werden - und dann auch konkret in den einzelnen Bezirken”, stellt Parzinger abschließend fest.

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